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Bürgerinfo

In eigener Sache

Wenn Helfer selber Helfer brauchen!

Die Träger von Atemschutzgeräten im Brandeinsatz sind nicht nur enormen Belastungen ausgesetzt, auch die Gefahren in einem solchen Einsatz sind vielfältig.
Eine große Gefahr ist der Atemschutznotfall. Von einem solchen Notfall wird immer gesprochen, wenn ein Kamerad der sich im Einsatz unter Atemschutz befindet, körperliche oder technische Probleme bekommt und den Gefahren des Brandrauches ausgesetzt ist.

Um die Atemschutzgeräteträger in unserem Stadtgebiet sicherer in ihrem Einsatz schicken zu können, hat sich die Leitung der Feuerwehr zusammen mit einer Arbeitsgruppe mit der Beschaffung einer Atemschutznotfalltasche beschäftigt. Diese Tasche besitzt allerlei Möglichkeiten einen verunfallten Kameraden schnellstmöglich aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Ein wichtiges Gerät in dieser Notfalltasche ist eine separate Atemluftflasche, sowie eine Rettungsmaske, die schnell und einfach eingesetzt werden kann, um den Verunfallten zu retten. Die Atemschutznotfalltasche wird im Brandeinsatz vom sogenannten Sicherheitstrupp bereitgestellt und im Ernstfall vorgenommen.

Um den Umgang mit dieser Atemschutznotfalltasche zu üben, haben sich 8 Teilnehmer und 3 Ausbilder am Samstag den 07.01.2023 getroffen, um die Arbeit mit der Atemschutznotfalltasche erst in der Theorie und anschließend in der Praxis zu üben. Hierfür wurde ein Gebäudeteil, welcher uns freundlicherweise durch die Firma HOF Sonderanlagenbau GmbH zur Verfügung gestellt wurde, verraucht und ein Angriffstrupp ist zur Brandbekämpfung in das Gebäude vorgegangen. Während des Einsatzes ist einer der beiden Kameraden im Angriffstrupp bewusstlos geworden und musste mittels der Atemschutznotfalltasche durch den Sicherungstrupp gerettet werden.

Wir könnten in unserer Übung viele sinnvolle Erkenntnisse erlangen und haben das sichere Arbeiten unter Atemschutz weiter festigen können. Natürlich hoffen wir unser neues Material nur in Übungen einsetzen zu müssen, aber sollten unsere Kameradinnen und Kameraden in Zukunft in eine Gefahrensituation kommen, können wir ihnen nun besser und schneller helfen.

von Peter Schneider
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